Unser Leitbild

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen, sowie der der Umgang mit Schutzbefohlenen, aber auch Erwachsenen, fußt auf unserem Menschenbild. Wir haben als Kindertagespflegebüro ein Leitbild entwickelt, welches uns ein Kompass ist und sich an christlichen Werten orientiert. Unser Leitbild lenkt unser Denken und Handeln.


„Überzeugungen sind gefährlichere Wahrheiten als Lügen.“ (Nietzsche)

Deshalb werden wir unser Bild vom Menschen stets reflektieren. Unser inneres Bild steuert unser Verhalten und unseren Umgang. Menschenbilder sind stark abhängig von der Kultur, der Region, in der wir leben, der Branche, in der wir tätig sind, der Religion und auch dem Zeitgeist. Bei der Entwicklung dieser Leitgedanken, die unsere Arbeit prägen, haben wir uns die Fragen gestellt: „Woran würde ein/e Besucher/in erkennen, welches Menschenbild unserer Arbeit zugrunde liegt und welche Auswirkungen hat unser Menschenbild auf alle, mit denen wir zu tun haben? An welchen Handlungen können wir erkennen, dass alle, die hier tätig sind, unser Leitbild verinnerlicht haben?“ Wir möchten allen Menschen in einer Haltung von Wertschätzung und Respekt sowie in einer Haltung der Achtsamkeit begegnen. Diese Haltung beruht auf folgenden Grundannahmen:


    • Wir begrüßen die Vielfalt der Herkunft und Nationalitäten und sind uns jederzeit bewusst, dass die Identität eines Menschen aus wesentlich mehr Facetten als seiner Herkunft, seiner Sprache, seiner Ausbildung… besteht.

    • Uns ist es wichtig, dass Diversität „sichtbar gemacht“ wird und man an unserer Arbeit erkennt, dass Vielfalt anerkannt und wertgeschätzt wird.

    • Wir arbeiten diversitätsbewusst und diskriminierungskritisch.

    • In unserer Arbeit bejahen und würdigen wir Unterschiedlichkeit.

    • Unsere Haltung zur Diversität ist eine aktive und bejahende Kultur des täglichen Miteinanders.

    • Wir begegnen Eltern, Kindern und Jugendlichen, Mitarbeitenden und Geschäftspartnern, sowie allen, mit denen wir beruflich zu tun haben, mit Respekt und Wertschätzung.

    • Diskriminierung jeglicher Art treten wir entschieden entgegen.

    • Wir nehmen Hinweise, Gefühle und Beobachtungen ernst.

    • Wir respektieren und wahren persönliche Grenzen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

    • Wie bieten und nutzen Möglichkeiten zu Fortbildung und Reflexion.

    • Unser sexualpädagogischer Leitfaden enthält einen Verhaltenskodex.

    • Wir stellen durch ein geregeltes Einstellungsverfahren sicher, dass bei neuen Mitarbeitenden neben der fachlichen Qualifikation auch die persönliche Eignung vorliegt und wählen Fachpersonal aus, welches sich mit unserem Menschenbild, der pädagogischen Grundhaltung sowie unserem Verhaltenskodex identifiziert.

    • Wir tragen dafür Sorge, dass von allen Mitarbeitenden, unabhängig von der Funktion, bei Einstellung und fortan alle fünf Jahre ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt wird.

    • Wir erwarten von alle Mitarbeitenden, dass sie eine Selbstauskunftserklärung unterzeichnen, in der sie erklären, dass sie nicht wegen einer Straftat im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt rechtskräftig verurteilt wurden und auch in ebendiesem Zusammenhang kein Ermittlungsverfahren gegen sie eingeleitet ist.

    • Mit Nähe und Distanz gehen wir achtsam und verantwortungsbewusst um.

    • Für Feedback und Kritik sind wir offen und betrachten sie als Möglichkeit der Reflexion und Verbesserung.

    • Wir definieren, entwickeln, überprüfen und operationalisieren unsere Standards.

    • Wir bieten Qualität und berücksichtigen pädagogische, wirtschaftliche, psychologische, soziologische und rechtliche Erkenntnisse.

    • Wir arbeiten kostenbewusst und gehen mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen sparsam um.

    • Wir geben abgebenden Eltern, Tageseltern, Mitarbeitenden und Kindertagespflegepersonen die Möglichkeit der Partizipation.

    • Wir vertrauen auf die Aufrichtigkeit von Kindern und Jugendlichen.

    • Wir treten bewusst von Denkmustern und Wahrnehmungsfiltern zurück und nehmen eine „Weitwinkelsicht“ ein, um neue Sichtweisen, bisher übersehenes oder nie gesehenes (rechtzeitig) zu bemerken.

    • Es ist die Aufgabe einer/eines jeden Mitarbeiterin/Mitarbeiters, kontinuierlich Fehler aufzudecken. Diejenige/Derjenige, an die/den eine Beschwerde herangetragen wird, ist die/der „Eigentümerin/Eigentümer“ dieser Beschwerde. Jeder kann sich dazu im Team und von der Leitung Hilfe holen. Beschwerden helfen uns, besser zu werden.

    • Wir agieren in einem wertschätzenden und vorurteilsfreien Arbeitsumfeld.

    • Wir sichern vorhandenes Wissen für die Zukunft.

    • Wir sind eine lernende Organisation; das erreichen wir, indem wir unsere Mitarbeitenden fördern und fordern.

    • (Sexuelle) Gewalt kann sich auf alle Lebensbereiche und Erfahrungsräume beziehen -analog und digital-; daher sind die Prävention von sexualisierter Gewalt und andere Formen der Kindesmisshandlung integraler Bestandteil unserer gesamten Arbeit. Unser Handeln wird bestimmt durch das Prinzip des Kindeswohls.

    • Wir möchten, dass alle Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, mit denen wir tagtäglich zu tun haben, diese Haltung spüren und erleben und somit die Gewissheit haben, dass sie bei uns Hilfe und Unterstützung finden.