Kranken- und Pflege-Versicherung

Kranken- und Pflegeversicherung

Sie können sich entweder über ihre/n Ehepartner/in familienversichern oder freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichert sein.

Für die beitragsfreie gesetzliche Familienversicherung gilt (Stand 01.2022) eine monatliche Einkommensgrenze (Gewinn) von 470 €. Eine beitragsfreie Familienversicherung kann nur durchgeführt werden, wenn der Ehegatte, Lebenspartner oder das Kind regelmäßig höchstens über ein Gesamteinkommen (§ 16 SGB IV) von monatlich 1/7 der Bezugsgröße verfügt. Diese Einkommensgrenze bleibt im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei bundeseinheitlich 470 Euro monatlich.

Der allgemeine Beitragssatz für die Pflegeversicherung ist in § 55 Abs. 1 Elftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI) geregelt und gilt damit bundesweit für alle Pflegekassen. Der Beitragssatz beträgt 3,05 Prozent- auch im Jahr 2022. Eine Änderung an diesem Beitragssatz wird der Gesetzgeber wohl nicht vornehmen. Für Kinderlose liegt der Beitrag bei 3,3 %. Die konkreten Beträge sind mind. 33,45 € bzw. 37,28 €. Die Hälfte davon erstattet der öffentliche Jugendhilfeträger.

Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bleibt im Jahr 2022 unverändert im Vergleich zum Jahr 2021 bei 4.837,50 Euro monatlich (58.050 Euro jährlich). Die gleichen Werte gelten für die Pflegeversicherung. Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Kranken- und Pflegeversicherung gelten bundeseinheitlich.

In der gesetzlichen Krankenversicherung wird von einem Mindesteinkommen ausgegangen, das bei der Beitragsberechnung von Selbstständigen und anderen freiwillig Versicherten nicht unterschritten werden darf. Als fiktives Einkommen wird dabei ein Drittel der monatlichen Bezugsgröße angenommen. Da die Kindertagespflege als eine "nicht hauptberufliche selbstständige Tätigkeit" gilt, wird auch im Jahr 2022 für KTPP die niedrigste Mindestbemessung für Kranken- und Pflegeversicherung (1.096,67 €) als Berechnungsgrundlage angesetzt, solange Ihr monatliches Einkommen diesen Betrag tatsächlich nicht übersteigt. Verdienen Sie mehr, so wird das tatsächliche Einkommen als Bemessungsgrundlage herangezogen. Die Hälfte der Beiträge bekommen Sie vom Jugendamt (ausgezahlt über Ihre Wohnortgemeinde) erstattet. Natürlich steht es Ihnen frei, sich privat abzusichern. Der Beitrag errechnet sich hier nicht aus Ihrem Einkommen, sondern aus den Wahlleistungen die Sie abschließen. Sie erhalten jedoch höchstens den Betrag hälftig zurückerstattet, den sie bei einer gesetzlichen Krankenversicherung zahlen würden.

Wer statt 14 % freiwillig 14,6 % Krankenkassenbeiträge zahlt, kann sich auch gegen Krankheit (Krankentagegeld, Lohnfortzahlung) versichern. Näheres ist bei der jeweiligen Krankenkasse nachzufragen.

Krankenversicherung ohne Krankentagegeldversicherung: 14,0 %.

Krankenversicherung mit Krankentagegeldversicherung: 14,6 %.

Liegt das steuerpflichtige Einkommen über der Mindestbemessungsgröße, werden die Beiträge entsprechend prozentual ermittelt. Zusätzlich werden Zusatzbeiträge der Krankenkassen in Höhe von 1,3 % fällig.


Alle Angaben ohne Gewähr